Zahnzusatzversicherung für Zahnimplantate

Eine Zahnersatzrechnung ist teuer, insbesondere wenn es um Zahnimplantate geht. Wie stark ihr Konto durch ein Implantat erleichtert wird, lässt sich freilich nicht pauschal beantworten. Maßgebend dafür ist in erster Linie der Aufwand, die Schwierigkeit der Operation und nicht zuletzt die Materialien, die dabei eingesetzt werden. Auch in welchem Labor oder gar in welchem Land diese Materialien hergestellt werden, stellen einen entscheidenden Faktor dar. Wie bei einem Auto gibt es hier natürlich auch verschiedene Möglichkeiten. Sie können sich überlegen, ob Sie sich einen Fiat kaufen, einen Mercedes oder einen Porsche. Genau so verhält es sich auch bei den Implantaten. Ob Sie sich für die vergleichsweise einfache-, die solide- oder für die Luxuslösung entscheiden, beeinflusst letztlich die Kosten in entscheidendem Maße.

Kosten für ein Zahnimplantat

Die Kosten für Implantate setzen sich zusammen aus: Honorar für den Zahnarzt, Kosten für das Zahnlabor, Materialkosten und weitere Kosten. Die tatsächlichen Kosten für das reine Material machen mit 80 EUR – 360 EUR den Kohl noch nicht fett. Damit ist es logischer Weise aber noch nicht getan. Hinzu kommen weitere Posten wie z.B. die Diagnostik, die Aufbauteile, eine Bohrschablone und sämtliche einzelne Arbeitschritte wie z.B. der Austausch der Aufbauteile. Ja sogar der Einmalbohrer des Zahnlabores findet sich auf der Rechnung oder zumindest in der Rechnungssumme wieder. In vielen Fällen hat sich auch der Kiefer schon so weit zurück gebildet, dass zunächst einmal ein Knochenaufbau gemacht werden muss. Dazu gibt es auch wieder die verschiedensten Varianten. Je nach Umfang schlägt das alleine schon mit 100 EUR bis 1.000 EUR zu Buche. Auch der Knochenaufbau durch Beckentransplantation ist möglich. Das gibt es allerdings nicht für kleines Geld. Zu rechnen ist in diesem Fall mit rund 5.000 EUR. Wenn wir alles zusammen nehmen, kommen wir auf folgende Gesamtkosten:

  • Einzelzahnimplantat Seitenzahn: 1.850 EUR – 2.900 EUR
  • Einzelzahnimplantat Frontzahn: 2.000 EUR – 3.400 EUR

Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen

Grob gesagt bezuschusst die GKV ein Zahnimplantat überhaupt nicht. Implantate sind im Leistungskatalog der Kassen gar nicht vorhanden. Sie sind reine Privatleistungen und daher vom Patienten komplett selbst zu tragen. Allerdings gibt seit dem Jahre 2005 ein neues System, dass die Bezuschussung von Zahnersatz regelt. Hier kommt nun die sogenannte Regelversorgung in’s Spiel. Demnach bekommt der Patient je nach Befund einen festen Zuschuss für eine Zahnlücke. Ganz gleich, ob er sich ein Implantat setzen lässt oder sich für eine Brücke entscheidet – der befundorientierte Zuschuss ist in beiden Fällen gleich hoch. Erhöht werden kann dieser Festzuschuss durch das Führen eines Bonusheftes. Je nach nachdem, wie lange man dieses lückenlos pflegt (5 Jahre oder 10 Jahre), wird  der Zuschuss um 20% oder 30% angehoben. Für eine Einzelzahnlücke erhält man je nach Bonussituation somit einen Festzuschuss von 291 EUR bis 379 EUR. Hinzu kommen innerhalb der Verblendgrenze noch einmal 43 EUR bis 56 EUR je Zahn und Brückenglied für den keramischen (Teil-)Überzug. Von der Verblendgrenze spricht man, wenn es um den sichtbaren Zahnbereich geht. Ist also ein Frontzahn zu ersetzen, geht die Kasse von einer Regelleistung (dem medizinisch Notwendigen und Wirtschaftlichen) aus und sagt, dass eine Brücke gesetzt werden muss. Das heißt, man bekommt in diesem Fall den oben angesprochenen Zuschuss von 291 EUR bis 379 EUR + den 3-maligen Zuschuss für die Zahnverblendung (Brückenglied & die beiden Nachbarzähne). Bestenfalls kann man also mit einem Zuschuss von 550 EUR rechnen. Ein Tropfen auf den heißen Stein!

Die private Zahnzusatzversicherung

Wer auf diesen Kosten nicht selbst sitzen bleiben möchte, kommt um eine Absicherung in Form einer privaten Krankenversicherung nicht drum rum. Wer eine Zahnzusatzversicherung für Zahnimplantate sucht, kann aus einer Fülle von vorhandenen Tarifen auf dem Deutschen Markt auswählen. Die meisten Gesellschaften bieten ihren Kunden einen Komplettschutz, oder die Möglichkeit in Form von Bausteinen, die Tarife auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Wie sinnvoll es tatsächlich ist, lediglich nach einem Vorsorgetarif zu greifen, sei mal dahingestellt und jedem selbst überlassen. Den Löwenanteil und damit der überwiegende Grund, warum man eine Zahnzusatzversicherung abschließen sollte, ist aber ohne Frage der Zahnersatzbereich. Inwiefern die führenden Gesellschaften auf dem Markt die Implantate erstatten, schauen wir uns am besten einmal in einer Tabelle an:

Allianz 90%
ARAG 80% bis 90%. Abhängig vom Bonusheft
AXA 85% bis 90%. Abhängig vom Bonusheft
Barmenia 85%
BBKK 90%
CSS 80% bis 90%. Abhängig vom Bonusheft
Continentale 80% bis 90%. Abhängig vom Bonusheft
DKV 85%
Ergo 90%
Hanse Merkur 90%
Janitos 80% bis 90%. Abhängig vom Bonusheft
R+V 90%
Stuttgarter Versicherung 90%
Universa 80% bis 90%. Abhängig vom Bonusheft

*In dieser Tabelle wurden lediglich die Premiumtarife, also die Tarife mit der besten Absicherung berücksichtigt.
Stand 10.2012

Fazit

Auch wenn ich mich in den Blog-Artikeln mit Folgendem wiederhole. Wer von seinem Geld lieber einen schönen Urlaub machen möchte, als dieses irgendwann seinem Zahnarzt zu überweisen, der muss in der heutigen Zeit eine gute Zusatzversicherung für Zahnimplantate haben. Vernünftiger Zahnersatz ist für den Patienten in den letzten Jahren immer teurer geworden. Und, dass er irgendwann wieder günstiger wird, wird auch niemand ernsthaft annehmen.

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