Stiftung Warentest 5/2013 im Test Pflege-Bahr Tarife

278_197730_0416_22843443Seit Januar 2013 sind Sie auf dem Markt erhältlich, ein erstes Fazit haben wir vor wenigen Wochen auch schon gezogen und nun hat die Stiftung Warentest einen umfassenden Test auf’s Parkett gelegt – die Plege-Bahr Tarife! Wie sinnvoll eine Absicherung für die Pflege ist, haben wir schon zu genüge erörtert und dies soll auch nicht das Thema unseres heutigen Blogs werden. Heute geht es lediglich darum, wie sinnvoll es ist, zu einem Tarif zu greifen, der bei einer Zahlung von mindestens 10 EUR Beitrag im Monat, vom Staat mit 5 EUR gefördert wird. Unser Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat ja diese Förderungsvariante zusammen mit seinem Team ausgearbeitet und bezweckt damit, die Pflegetarife attraktiver zu machen, damit die aufgrund des zu erwartenden demografischen Wandel, immensen Kosten, aufgefangen werden können. Doch das erste Urteil ist vernichtend. Generell hat jede Sache ihre positiven und ihre negativen Aspekte. Schauen wir uns also beide Seiten der Medaille einmal an.

Vorteile

Wenn man zuhause in seinem Wohnzimmer den Wänden einen neuen Anstrich verpasst, kümmert man sich zunächst einmal und die Kleinarbeit. Man beginnt mit der kleinen Walze in den Ecken und Kanten, um sich dann mit der großen Walze dem großen Rest zu widmen. Und genau so machen wir es jetzt hier und heute auch. Wir beschäftigen uns zunächst einmal mit den positiven Aspekten, die wirklich mehr als überschaubar sind.
Der Vorteil, der natürlich als allererstes auf der Hand liegt, sind die 5 EUR, die uns Vater Staat im Monat auf unseren Beitrag dazu gibt. So weit, so gut. Ein weiterer Vorteil dieser Tarife ist, dass niemand von den Gesellschaften abgelehnt werden darf, sofern er oder sie noch nicht pflegebedürftig ist. Eine Ablehnung aufgrund von bestehenden Krankheiten oder Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse sind nicht zulässig. Für Personen mit bestehenden Krankheiten könnten diese Tarife somit eine Option sein, wenn sie nirgends anders mehr unterkommen. Ein weiterer Pluspunkt ist… Leider bricht dieser Satz abrupt ab. Es gibt keine wirklichen weiteren Vorteile mehr, gegenüber den Pflegezusatztarifen, die nicht vom Staat gefördert werden.

Nachteile

Ein ganz großer Nachteil ist, dass die Versicherten auch im Pflegefall die Beiträge weiter bezahlen müssen. Dieses minimiert natürlich den Leistungsumfang in dem Sinne, da dieser Beitrag ja von den erhaltenen Leistungen quasi abzuziehen ist. Zudem muss man davon ausgehen, dass die Beiträge aufgrund des oben genannten Vorteils, dass die Versicherer auch Menschen mit Vorerkrankungen aufnehmen muss, mit der Zeit ansteigen werden. Viele Kranke, wenig Gesunde. Das kann nicht gut gehen und wird für die Gesellschaften teuer. Wer das bezahlt, ist wohl jedem klar. So gesehen ist der Vorteil von oben, schon gar kein echter Vorteil mehr. So kann es sehr schnell passieren, man am Ende sogar auch noch drauf zahlt. Erschwerend hinzu kommen noch inflationäre Gründe, die zur Folge haben werden, dass die Kosten für die Pflege steigen werden. Auch wenn einige Versicherer in ihren Tarifen eine dynamische Erhöhung der Leistungen vorsehen, werden diese den Kostenaufwand kaum auffangen können.
Geht es um die Leistungen, muss man klipp und klar sagen, dass diese bei weitem nicht ausreichend sein werden, um die Versorgungslücke zu schließen.
Insbesondere wenn Versicherte dement werden, sind sie mit diesen Tarifen schlicht und einfach nicht ausreichend versichert. Die Leistungen in der Pflegestufe 0 sind viel zu gering. Einen weiteren Nachteil finden wir in den Wartezeiten. Während Pflege-Bahr Tarife meist eine Wartezeit von 5 Jahren beinhalten, die man hinter sich bringen muss, bis man überhaupt erst einmal Leistungen erwarten kann, hat man bei Tarifen die nicht gefördert werden, maximal eine Wartezeit von 3 Jahren. Die allermeisten Versicherer verzichten bei diesen Tarifen sogar ganz auf die Wartezeit.

Fazit

Auf der „Haben-Seite“ stehen zwei Vorteile, von dem einer zum Nachteil werden kann. Der andere Vorteil, die 5 EUR vom Staat, kann die Kohlen dagegen kaum aus dem Feuer reisen. Erst recht nicht, wenn man die schlechteren Leistungen und die ungenügende Absicherung mit einbezieht. Die Nachteile dagegen liegen auf der Hand und machen die geförderten Tarife nicht gerade attraktiv. Hier muss von Seiten der Versicherer und der Politik dringend nachgebessert werden.
Wer stand heute eine solide Absicherung sucht, sollte auf die 5 EUR im Monat vom Staat verzichten und dafür einen Tarif wählen, der einen im Pflegefall wirklich ausreichend absichert.
Unsere Experten für die Pflegezusatzversicherung sind bei allen Fragen gerne für Sie da und erstellen Ihnen kostenlose und unverbindliche Angebote.

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