Inlay oder Füllung? Und welche Füllung?

歯科Ein Loch ist im Zahn drin, Karl Otto, Karl Otto. Ein Loch ist im Zahn drin, im Zahn drin, ein Loch…
Zugegeben. Eigentlich ist es dem Kinderlied nach nicht der Zahn, in dem ein Loch ist – es ist ein Eimer. Aber auch in Zähnen können sich sehr schnell Löcher wieder finden und dann kommt der Zahnarzt in’s Spiel, der heute einige Varianten bereithält, wie dieses Loch wieder gefüllt werden kann. Früher war das alles einfach und recht schnell beantwortet. Hatte man ein Loch im Zahn, hat man sich kurz auf den Stuhl beim Zahnarzt gesetzt, hat den Herren mit dem weißen Kittel und den schräg klingenden Bohrern kurz ein wenig bohren und ein wenig schleifen lassen. Amalgam rein und fertig. Gestopft war das Loch im  Zahn. Amalgam hat aber in der Zwischenzeit einen sehr schlechten Ruf in unserer Gesellschaft und darüber hinaus gibt es heutzutage auch einige Alternativen, zum unschönen silberfarbenen Klumpen auf den Zähnen. Also wollen wir heute einmal aufzeigen, was genau an Amalgam für den Körper so schädlich sein kann und welche Alternativen sich einem heute in der Zahnmedizin bieten.

Amalgam

Entgegen der landläufigen Meinung heutzutage, hat Amalgam auch so seine Vorteile. Es ist günstig, leicht zu verarbeiten, bietet an der versorgten Stelle einen guten Schutz gegen Karriesneubildung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen komplett übernommen. Amalgam setzt sich aus den Bestandteilen Silber, Quecksilber, Kupfer und Zink zusammen. Durch die Quecksilberanteile ist Amalgan in den letzten Jahren immer wieder eine gesundheitsschädliche Wirkung nachgesagt worden. Klar ist, Quecksilber ist im Grunde schädlich für den menschlichen Organismus und greift die Niere an. Allerdings weiß man heute auch, dass die Quecksilberkonzentration durch Füllungen durchschnittlich der Größenordnung wie die Quecksilberbelastung durch die Nahrung beträgt und als toxikologisch unbedenklich angesehen wird.
Viel bedenklicher dagegen ist die Umweltmedizinische Belastung. Das Quecksilber in Amalgam ist schädlich für das Grundwasser, weshalb Abwasser aus einer Zahnarztpraxis sehr aufwendig gefiltert und abgeführt werden muss.
Ein weiterer Kritikpunkt gegenüber Amalgam – und vielleicht der entscheidenste – ist die Ästhetik. Die silbrigen Klumpen sind sichtbar, wenn man den Mund öffnet und sehen einfach nicht schön aus. Gerade in der heutigen Zeit, in der so viel Wert auf den ersten, optischen Eindruck und die Ästhetik gelegt wird, ist das für viele ein verständliches Todschlagargument.

Gold

Eine weitere Möglichkeit der Füllung ist eine Goldfüllung. Goldfüllungen setzen sich zusammen aus Platin, Silber, Palladium und Kupfer. Diese weiteren Komponenten neben dem Gold, sorgen für die notwendige Festigkeit des Materials. Goldfüllungen kennt man auch schon lange. Sie waren seit jeher die hochwertigere Alternative zu Amalgamfüllungen. Hochwertiger deshalb, weil sie extrem langlebig sind und der Patient damit lange Zeit seine Ruhe haben wird. Ein weiterer Vorteil einer Goldfüllung ist die hohe Passgenauigkeit, mit der sich das Material in den Zahn einfügt.
Aber auch hier gibt es Nachteile. Genau so wie bei der Amalgamfüllung ist das Gold im geöffneten Mund sichtbar und wird von vielen Patienten beim Sprechen, Lachen, etc. als sehr störend empfunden. Und auch nicht zuletzt die extrem hohen Materialkosten schrecken davor ab, sich für eine Goldfüllung zu entscheiden. Nicht zuletzt in der heutigen Zeit, in der es andere Materialien gibt.

Kunststofffüllungen

Spricht man von Kunststofffüllungen, geht es vorwiegend um sogenannte Komposite. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Kunststoff, Glas- und Quarzteilchen. Dieses Gemisch wird in weichem Zustand in den zu füllenden Zahn eingegeben und dort unter einer UV-Lampe mit kurzwelligen Licht ausgehärtet. Daraus ergibt sich natürlich eine hervoragende Passgenauigkeit. Ein weiterer Vorteil gegenüber den zuvor genannten Varianten ergibt sich hier aus der Tatsache, dass Kunststofffüllungen in der Zahnfarbe verwendet werden. Aus dem ästhetischen Gesichtspunkt ein ganz klares Plus für diese Art der Zahnfüllung. Ein Nachteil von Kunststofffülungen stellt die Lebensdauer dar. Kunststofffüllungen nutzen sich ab und müssen relativ schnell wieder ausgetauscht werden. Auch bewerten einige den Einsatz von den sogenannten Dentinklebern, mit dem die Füllung im Zahn geklebt wird, als nicht ganz unbedenklich.

Keramikfüllungen

Keramikfüllungen sind die hochwertigste Form der Füllung. Sie sind sehr lange haltbar, überstehen meist 10-13 Jahre und sind sehr belastbar. Auch die extrem hohe Passgenauigkeit ist oft ein Grund, warum sich Patienten für diese Form der Füllung entscheiden. Nicht zuletzt greifen auch viele dazu, weil Keramikfüllungen in exakt der eigenen Zahnfarbe hergestellt werden, weshalb sie quasi unsichtbar sind. Auch eine spätere Verfärbung wird es bei Keramik nicht geben. Ein weiterer Pluspunkt ist hohe Körperverträglichkeit. Allergien durch Keramik sind ausgeschlossen.
Ein deutlicher Nachteil dieser Form sind die hohen Kosten, die vom Patienten selbst zu tragen sind. Pro Zahn muss man mit einer finanziellen Aufwendung von 150 – 300 EUR  rechnen. Die gesetzliche Krankenkasse ist bei dieser Versorgungsart überhaupt nicht mit im Boot. Eine Keramikfüllung stuft sie als rein ästhetische Maßnahme ein und leistet daher nicht mal ihren gesetzlichen Zuschuss für eine Füllung.

Inlay statt Füllung

Der große Nachteil, den alle vorgenannten Füllungsvarianten haben ist, dass diese mit der Zeit schrumpfen. So entseht ein kleiner Spalt, durch den Bakterien in das Innere des Zahnes vordringen können. Aus diesem Grund müssen Füllungen alle irgendwann einmal ausgetauscht werden. Die einen früher, die anderen später.
Eine ganz andere Alternative sind sogenannte Inlays. Diese bestehen zumeist aus Gold, können aber auch aus Keramik hergestellt werden. Nachdem der Zahnarzt sämtliche defekte und zerstörte Stellen abgetragen hat, stellt er vom Zahn einen Gipsabdurck her. Mit diesem Abruck fertigt der Zahntechniker das Inlay an, dass vom Zahnarzt passgenau in den zu versorgenden Zahn, quasi, einzementiert wird. Der große Vorteil hierbei: Dieses Inlay schrumpft nicht, weshalb nicht wie bei den Füllungen ein Spalt entsteht, durch welchen die Bakterien eindringen können. Das Inlay kann somit jahrzehnte lang im Zahn verbleiben und muss nicht ausgetauscht werden.
Ein weiterer Faktor, der für ein Inlay spricht ist, dass es bei einem mit einem Inlay versorgten Zahn, extrem unwahrscheinlich ist, dass dieser Zahn jemals eine Krone oder eine andere Protese benötigen wird. Ein wie wir finden absolut unschlagbares Argument für ein Inlay!
Nachteil hier ist natürlich wieder der Preis, der ungefähr auf dem Niveau einer Krone liegt und vom Patienten komplett selbst zu tragen ist.

Fazit

Auf eine Amalgamfüllung kann man und sollte man eigentlich heutzutage verzichten. Die Gefahr, die aufgrund des Quecksilbers nicht gänzlich ausgeräumt werden kann, in Verbindung mit dem ästhetischen Aspekt, sollte Grund genug sein, sich über eine höherwertige Variante seine Gedanken zu machen. Goldfüllungen sind heutzutage im Grunde auch komplett überholt. Eine Kunststofffüllung bedarf einer Zuzahlung, die aber meist in einem annehmbaren Rahmen liegt. Regional unterschterschiedlich muss man hier im Schnitt mit einem Eigenanteil von rund 50 EUR pro Zahn rechnen. Wer dagegen etwas höherwertigeres möchte, muss sich um eine Keramikfüllung seine Gedanken machen.
Allerdings ist es dann aufgrund der zahlreichen Vorteile aus unserer Sicht zu empfehlen, gleich zu einem Inlay zu greifen. Insbesondere die Tatsache, dass ein Inlay ein leben lang hält und der Zahn auch später nicht mit einer Krone versorgt werden muss, sind gute Gründe, sich für diese Variante zu entscheiden.  Die Kosten, die man bei einem Inlay selbst zu tragen hat, können von einer Zahnzusatzversicherung aufgefangen werden. Zahlreiche Tarife auf dem Markt leisten für ein Inlay bis zu 90% vom Rechnungsbetrag. Lassen Sie sich dazu am besten noch heute beraten und lassen Sie sich von uns ein kostenloses und unverbdinliches Angebot erstellen.

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