Geld sparen beim Zahnarzt – aber wie?

Sparschwein„Sparen ist wichtig“, haben uns schon unsere Eltern eingetrichtert. Dabei kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise sparen. Man kann sein Geld zur Seite legen, für schwere Zeiten, für plötzlich aufkommende Kosten, die es zu begleichen gilt, für’s Alter oder aber auch für Annehmlichkeiten, die man sich irgendwann einmal leisten möchte. Und auch wenn nach einer Meldung aus dem Jahr 2011 die Deutschen eben doch nicht die Sparweltmeister sind, legen wir dennoch durchschnittlich 11% unseres Einkommens zur Seite. Eine andere Art zu sparen ist, beim Kauf von Produkten die Preise zu vergleichen. Das fängt im Supermarkt an und hört beim Kauf von zum Beispiel eines neuen Flachbildfernseher nicht auf. Vor allem da, wo es für den Verbraucher teuer wird, macht sparen und Preise vergleichen am meisten Sinn. Bei der Butter im Supermarkt sind ein paar Cent gespart, beim neuen Heimkinosystem oder der neuen Kamera sind das gleich ein paar mehr Euro. Ob sparen nun sexy ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Aber eines ist klar, teuer ist garantiert nicht sexy. Und so liegt es auch nahe, auch beim teuren Zahnersatz sparen zu wollen. Wer heute vom Zahnarzt gesagt bekommt, dass der Zahn nicht mehr erhaltenswert ist und ein Implantat her muss, der muss tief in die Tasche greifen. Für einen Seitenzahn fallen dann durchschnittliche Kosten von 1.850 – 2.900 EUR und für einen Frontzahn sogar Kosten von 2.000 – 3.400 EUR an. Wohlgemerkt für einen einzigen Zahn! Und so wundert es auch nicht, dass die Zahnzusatzversicherung mit derzeit rund 13,5 Millionen Policen die am meisten zugebuchte Zusatzversicherung in Deutschland ist.

Wie spare ich beim Zahnarzt am besten?

Damit einen der Preisschock nicht völlig unerwartet und mit voller Wucht trifft, kann man entweder wie oben schon beschrieben die Preise vergleichen, man kann eine Zahnzusatzversicherung abschließen, das Geld zur Seite legen oder zur Behandlung in ein europäisches Ausland ausweichen. Wir wollen uns heute in unserem Blog einmal mit diesen vier gängisten Varianten etwas näher befassen.

Preise vergleichen

Was beim Flachbild-TV angebracht ist, macht auch beim Zahnarzt Sinn. Oft ist beim Zahnarzt auf der anderen Straßenseite das Implantat für weniger Geld zu bekommen, als vielleicht beim Zahnarzt des Vertrauens. Das liegt zum einen an den jeweiligen Zahnlaboren, mit denen die Zahnärzte zusammen arbeiten und bei welchen sie den Zahnersatz anfertigen lassen. Und zum anderen liegt das an den unterschiedlichen Sätzen, nach denen die Zahnärzte abrechnen dürfen. Geht eine Leistung eines Zahnarztes über die Kassenleistung hinaus, sprechen wir von einer privaten Leistung. Und genau in diesem Umfang der privaten Leistung, rechnet der Zahnarzt nach der Gebührenordnung für Zahnärte (GOZ) ab. Wenn nun also Zahnarzt A ganz platt gesagt, seine Leistung höher einschätzt, als Zahnarzt B, wird er seine privaten Leistungen zu einem höheren Satz berechnen und der Patient wird dadurch für evtl. die selben Leistungen bei Zahnarzt A, mehr bezahlen als bei Zahnarzt B. Seit dem 01. Januar 2012 sind die Zahnärzte auf Basis der GOZ dazu verpflichtet, mit dem Patienten sogenannte Verlangensleistungen schriftlich zu vereinbaren und einen Kostenvoranschlag für Rechnungen vorzulegen, deren Summe voraussichtlich 1.000 EUR übersteigen wird. Das Implantat belastet den eigenen Geldbeutel in aller Regel mehr, als der neue Flachbild-TV. Also, warum auch nicht hier die Preise vergleichen und sich bei verschiedenen Zahnärzten einen Kostenvoranschlag einholen.

Zahnersatz im europäischen Ausland

Durch immer weiter steigende Kosten, die teilweise die eines soliden Gebrauchtwagens übersteigen, sind in den letzten Jahren die Behandlungen im europäischen Ausland immer mehr in Mode gekommen. Gelockt wird der Patient erst einmal mit einer zwei- oder mehrtägigen Reise, zum Beispiel in’s schöne Budapest. Zwei Tage Aufenthalt mit Hotel und Halbpension inkl. Flug und einer Erstberatung für zusammen 199 EUR. So oder so ähnlich sehen diese Angebote aus. Verlockend! Kann man ja gleich noch ein bisschen Urlaub machen. Auch bei den tatsächlichen Leistungen für das Implantat wird zum Beispiel mit einer Ersparnis von bis zu 70% geworben. Und tatsächlich – auch wenn die Bedenken bei einigen groß sind, was den Qualitätsstandard angeht, ist diese Angst oftmals unbegründet. Oft sind es deutsche Zahnärzte, die sich dort niedergelassen haben und den selben Qualitätsstandard bieten, als in Deutschland ansässige Zahnärzte. Eine Angst aber bleibt bei vielen in den Köpfen und das ist die der Nachversorgung. Was ist, wenn das eben erst gesezte Implantat Probleme macht? Wieder nach Ungarn fliegen? Nimmt sich mein Zahnarzt zuhause dem Problem an, obwohl er das Implantat gar nicht gesetzt hat. Für einige ist günstiger Zahnersatz im Ausland bestimmt eine Alternative. Die meisten allerdings fühlen sich beim Zahnarzt um die Ecke einfach wohler und besser aufgehoben.

Die Zahnzusatzversicherung

Die solideste Art und Weise, beim Zahnarzt den ein oder anderen Euro zu sparen, ist immer noch die Zahnzusatzversicherung. Die sogenannten Premiumtarife der verschiedenen Versicherer versprechen eine Kostenerstattung von bis zu 90% auf höherwertigen Zahnersatz. Bei den oben ansprochenen Kosten für ein Implanat also eine echte Erleichterung. Aber machen wir hierzu einfach mal eine kleine Rechnung auf:
Ein 30 jähriger Mann zahlt im Durschnitt 30 EUR / Monat für seine Zahnzusatzversicherung, welche in den ersten Jahren durch die sogenannten Höchstgrenzen noch etwas limitiert ist. Lassen wir ihn einmal 30 Monate in seine Versicherung einzahlen, dann befindet er sich im dritten Versicherungsjahr und hat bei den allermeisten Versicherern damit 3.000 EUR Budget zur Verfügung. In den ersten zwei Jahren hat er jeweils die Zahnreinigung von rund 70 EUR durchführen lassen und eine Füllung mit 40 EUR Eigenleistung wurde ihm gemacht. Beides hat er zu 100% erstattet bekommen. Eingezahlt er bis dahin 900 EUR. Von den zur Verfügung stehenden 3.000 EUR im dritten Versicherungsjahr bleiben nach den Erstattungen für die PZR und die Füllung noch 2.820 EUR übrig. Genug also, um die Kosten für ein Implantat erstattet zu bekommen. Hat er nun eine Eigenaufwendung von rund 2.000 EUR durch das Implantat, die er der Zusatzversicherung in Rechnug stellt und 90% davon erstattet bekommt, bleibt noch ein Restbetrag von 200 EUR, der zu leisten ist.
Somit hatte er in den ersten drei Jahren einen eigentlichen Kostenaufwand von 2180 EUR, dem gegenüber tatsächliche Kosten von 1.100 EUR stehen. 1.180 EUR gespart. Das ist ein schöner Urlaub!

Geld zur Seite legen

Diese Variante unterscheidet sich in der Weise, als dass es hier nicht darum geht, etwas einzusparen, sondern darum, sich etwas für den Fall der Fälle anzusparen. Viele, die sich zum ersten Mal mit einer Zahnzusatzversicherung auseinander setzen, denken, dass Sie mit einem Beitrag von vielleicht 10 EUR im Monat rechnen müssen. Das liegt vor allem an den Lockangeboten der Tarife, die zwar wirklich wenig kosten, dann aber auch nur sehr wenig leisten. Meist sind das diese Tarife, die einem die Verdopplung des Festzuschusses der GKV bieten. Über Sinn und Unsinn solcher Tarife haben wir schon an anderer Stelle gesprochen. Aber man schließt ja auch keine Feuerversicherung ab, die einem lediglich den Wiederaufbau des ersten Stockwerkes des Hauses erstattet.
Aber zurück zur Zahnzusatzversicherung. Gelockt durch einen Beitrag von 10 EUR und dann feststellend, dass eine wirklich gute und solide Zahnzusatzversicherung zwar nicht die Welt kostet aber eben dann doch ein wenig mehr, denken viele und äußern das auch oftmals in Gesprächen mit ihrem jeweiligen Makler, dass sie das Geld dann doch gleich zur Seite legen können. Schnell ist zusammengerechnet, was man in 1,2 oder 3 Jahren einzahlt. Der Fehler ist, dass meist nicht richtig gegengerechnet wird. Und genau das haben wir ja eben getan. Hinzu kommt, dass die meisten sich das vielleicht wirklich vornehmen, es aber dann entweder doch nicht tun oder wenn sie es tun, und Geld zur Seite legen, wird dieses Geld dann herangenommen, wenn das Auto zur Reperatur oder der Hund zum Tierarzt muss. Aufgehen wird diese Rechnung in den seltensten Fällen und wenn es zum Leistungsfall kommt, ärgert man sich, dass man damals die Zahnzusatzversicherung nicht doch abgeschlossen hat. Und wie gesagt spart man sich auf diese Weise ja kein Geld, man spart es sich nur an und muss es dann doch für den Zahnarzt ausgeben und kann es dann eben nicht in zum Beispiel einen schönen Sommerurlaub oder den neuen Flachbild-TV investieren.

Fazit

Ein Zahnarzt im Ausland wird aus verschiedenen Gründen für die meisten eher nicht infrage kommen. Will man sich solide absichern und im Falle eines Falles echtes Geld sparen, ist eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung die beste Alternative. Dass sich dies wirklich rechnen kann, haben wir uns eben etwas genauer angeschaut. Geld zur Seite legen hat in diesem Fall nicht wirklich etwas mit sparen zu tun, hier sprechen wir davon etwas anzusparen, dass wir nachher trotzdem in vollem Umfang ausgeben müssen.
Wer klug ist sorgt vor und muss am Ende nicht seinen Urlaub stornieren, wenn auf der Rechnung des Zahnarztes 2.000 EUR Rechnungssumme angegeben sind.

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