Stiftung Warentest Private Krankenversicherung 2014

ft052014-200Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema der Stiftung Warentest Private Krankenversicherung im aktuellen Heft. Im Finanztest 05/2014 hat sich die Stiftung Warentest 107 Tarife der Privaten Krankenversicherung unter die Lupe genommen, bei denen lediglich 5 mit sehr gut beurteilt wurden. Im Focus standen Tarife der privaten Krankenversicherer für Beamte, Angestellte und für Selbständige im Preis-Leistungs-Verhältnis. Jedoch wurden nur Tarife in Augenschein genommen, die als die leistungsstärkste gelten und den Mindestvorgaben von Finanztest entsprochen haben. Hauptvoraussetzung war mindestens der Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen. Bei insgesamt 34 Angeboten stellen sich Versicherte nach Angaben von Stiftung Warentest besser als in der gesetzlichen Krankenkasse.

Generell können sich Angestellte die über 53.550 € im Jahr Brutto verdienen privat krankenversichern. Es stellt sich immer wieder die Frage macht es Sinn oder nicht. Wer dann die Leistungen und den Beitrag miteinander vergleicht, stellt häufig in jungen Jahren fest, dass er/sie in der privaten Krankenversicherung deutlich weniger bezahlt als in der gesetzlichen Krankenkasse. Die gesamten Tests die es gibt hinken aber oft an einer Stelle, hier werden Beiträge und Leistungen von zwei völlig verschiedenen Systemen miteinander verglichen. Wer die private Krankenversicherung mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleicht, sollte hier dann aber auch die Mehrleistungen vergleichen. So wird in den herangezogenen Tarifen immer ein höheres Leistungskonzept mit den Grundleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung verglichen. Um einen wirklichen Vergleich zu haben sollte man dann zu seiner gesetzlichen Krankenversicherung eine Zahnzusatzversicherung, eine Krankenhauszusatzversicherung und eine Krankentagegeldversicherung hinzu rechnen, damit dann ein effektiver Vergleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung stattfinden kann.

Für Angestellte gilt jedoch, dass man in jungen Jahren einen deutlich besseren Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung erhalten kann als in der gesetzlichen (GKV). Wichtig ist jedoch, dass man eine Familienplanung mit in die Überlegung hinein nimmt, denn Kinder werden mit dem besser Verdiener versichert. Dadurch kommen dann im laufe der Zeit unter Umständen weitere Personen hinzu. Hier nun mal ein kleiner Auszug an Tarifen die im Finanztest 2014 in den Vergleich genommen wurden.

Vorgabe: Arbeitnehmer mit 35 Jahren gesund. Männer und Frauen zahlen die gleichen Beiträge. Zweibett/Chefarzt, Krankentagegeld nach 6 Wochen. Alle Tarife wurden im Januar 2013 mit Unisex eingeführt.

Anbieter Ambulant Stationär Zähne Kranken-tagegeld Preis-Leistungs-Verhältnis Leistungs-niveau Beitrag SB
Nürnberger TOP 6 S2 ZZ 20 TA 6 gut C 439 600
Gothaer MediVita 500, MediMPlus MediClinic 2 MediVita Z70 TG 6 gut C 470 500
Inter QME 600 U TAN 6 U gut B 477 600
Signal EXKLUSIV 1 ESP-VA 43 gut B 504 480
AXA Vital 300 U Komfort Zahn U KTGV42 U gut B 525 300
Deutscher Ring Esprit PIT pro 043v gut B 515 450
Allianz AMP90U KTA07W befriedigend B 527 500
Bayer. Beamten KK GC 300, VitalPlus Zahn 2 TA43 befriedigend B 544 300
Hallesche NK 2 KT 43 befriedigend B 539 600

Quelle Stiftung Warentest 05/2014

Bei Beamten sieht das ganze etwas anders aus. Diese sollten sich die Restkosten privat absichern, da sie vom Träger nur einen prozentualen Anspruch haben. Hier können selbst Personen privat versichert werden, die direkt bei der Verbeamtung einen Versicherungsschutz beantragen. Hier gilt dann für einen kurzen Zeitraum der Kontrahierungszwang. Bei einem späteren Wechsel oder einer verspäteten Entscheidung ist hier dann auch kein Versicherungsschutz mehr möglich. Wichtig bei der Beihilfeversicherung sind auf alle Fälle die Zusatzbausteine der Ergänzungstarife. Diese sollten unbedingt im Versicherungsschutz beinhaltet sein, da diese Lücken der Beihilfe auffüllen. Auch hier einen kurzen Auszug aus dem Test von Finanztest 05/2014

Grundlage Bundesbeamter mit einem Beihilfeanspruch von 50%, 35 Jahre jung und gesund. Männer und Frauen bezahlen die gleiche Prämie. Unterschiede kann es bei Landesbeamten geben, da jedes Bundesland andere Beihilfevorschriften hat.

Anbieter Ambulant Stationär Zähne Preis-Leistungs-Verhältnis Leistungs-niveau Monats-beitrag
Concordia BV 20, BV 30 sehr gut B 196
Alte Oldenburger A 30 , AA 20 K330, K530, KK 32, KK 53 Z 30, ZZ 20 gut A 236
Deutscher Ring BK 20X, BK30, PIT50 BS 20X, BS 30 gut B 230
Münchener Verein 716, 719 756, 799, 976, 979 786, 789 befriedigend B 266
ARAG 217 247 547 ausreichend A 290
DBV/AXA BS50T-U B3 50T-U, BW2 50T-U BT 50-U ausreichend B 290

Quelle Stiftung Warentest 05/2014

Oftmals sind die neuen Tarife, die zu Beginn 2013 auf den Markt gebracht wurden, besser als die Tarife die schon sehr lange am Versicherungsmarkt bestehen. Dies liegt daran, dass Anfang 2013 eine Umstellung auf Unisex Tarife stattgefunden hat, und dadurch die Beiträge nicht mehr variieren. Hinzu kommt, dass die Leistungskataloge in vielen Bereichen erweitert wurden und somit Leistungen übernehmen die in vielen alten Tarifen keine Berücksichtigung gefunden haben.

Experten streiten sich darum ob es sinnvoll ist sich privat zu versichern oder nicht. Grund hierfür ist, dass die Beiträge im Rentenalter in der privaten Krankenversicherung sehr hoch sein können. Hier ist jedoch maßgeblich entscheidend, für welche Leistungen man sich letztendlich entscheidet. Wer in jungen Jahren in die private Krankenversicherung wechselt, sollte einen Teil der Ersparnis die er im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse hat anlegen, damit aus diesem Pool im Alter die Beiträge mitfinanziert werden. Höher verdienende Angestellte und Selbständige haben die Möglichkeit in die private Krankenversicherung zu wechseln. Jedoch sollte allen bewußt sein, dass ein Wechsel zurück in die gesetzliche Kasse ab 55 Jahren nicht mehr möglich ist. Wichtig ist auch, dass sich jeder, der sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, eine finanzielle Sicherheit während einer längeren Krankheit mit absichert. So ist es unerlässlich, ein Krankentagegeld in seiner privaten Krankenversicherung mit ab zu schließen.

Jedoch sollte man nicht immer alles schwärzer sehen als es ist. Mit dem Wechsel in die private Krankenversicherung kann man sich einen viel höheren Versicherungsschutz gestalten, wie er in der gesetzlichen Kasse nicht erreichbar ist. So haben Privatpatienten oftmals vorteile in Arztpraxen, da sie bevorzugt behandelt werden. Dies liegt daran, dass ein Arzt ganz anders behandeln kann als bei gesetzlich Versicherten. Die Behandlungsmethoden versprechen häufiger schnellere Genesung, da Medikamente verabreicht werden können, die nicht ins Budget der Kassen fallen. Ferner bekommt man schneller Termine, die natürlich den Heilungsprozeß zusätzlich beschleunigen.

Während Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung keine Möglichkeit haben den Versicherungsschutz selbst zu wählen, können Personen die sich privat Krankenversichern können ihren Schutz selbst zusammenstellen. So kann wahlweise ein Zweibettzimmer und Chefarzt sowie einen höherer Schutz für die Zähne abgeschlossen werden. Gesetzlich Versicherte müssen diese Bausteine noch zusätzlich privat versichern, somit entstehen diesem Personenkreis noch zusätzliche Kosten. Welcher Punkt aber nicht fehlen darf ist die Psychotherapie. Diese wurde bei vielen Versicherern in der Vergangenheit nicht in den Tarifen vorgesehen. In den neuen Tarifen und in den höherwertigen Tarifen ist dies jedoch ein wichtiger Bestandteil geworden. Wichtig hierbei ist aber dass die Psychotherepie nicht nur durch Ärzte ausgeführt werden darf, sondern der Tarif auch bei psychologischen Psychotherapeuten bezahlt. Ein guter Tarif bietet mindestens 50 Sitzungen im Jahr.

Stiftung Warentest hat all diese Faktoren im Finanztest 05/2014 unter die Lupe genommen. Wer sich also mit dem Gedanken befasst sich privat zu versichern, sollte sich unbedingt mit neutralen Versicherungsmaklern zusammen setzen und sich ein Angebot nach all seinen persönlichen Bedürfnissen erstellen lassen. Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich bei INOVEXX!

http://www.inovexx.de/versicherungen/private-krankenversicherung/vergleich/

Quelle „Stiftung Warentest“ http://www.test.de/Private-Krankenversicherung-im-Test-5-von-107-Tarifen-sind-sehr-gut-4692658-0

 

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