Zahnfüllungen haben nur kurze Haltbarkeit

Zahnersatz, Zahnversicherung, Euro freigestelltLiebe Leser unserer Blogs, am 14.04.2015 hat die Barmer GEK Krankenkasse einen Bericht über die Haltbarkeit von Zahnfüllungen mit deren Zahnreport 2015 veröffentlicht. Hieraus geht hervor, dass die Zahnvorsorge mit Füllungen meißt unzureichend ist und dass hier nach kurzer Zeit erneut gehandelt werden muss. Nach der Studie der Barmer GEK müssen Zahnärzte jeden dritten Zahn nach einer Füllung innerhalb von vier Jahren einer erneuten Behandlung unterziehen. So waren im Jahre 2013 mehr als 20 Millionen gesetzlich Versicherte von einer Füllungstherapie betroffen. Der Vorstandsvorsitzende äußerte sich hierzu mit den Worten: „Wir können praktisch nichts darüber sagen, wie nachhaltig eine Füllungstherapie ist“. Es gibt keine klare Aussage darüber, welche Materialien und Füllungsarten von Zahnärzten eingesetzt werden. Die zahnmedizinische Versorgung wird noch undurchsichtiger durch die sogenannten Mehrkostenregelungen. Dies ist die Möglichkeit von erweiterten Leistungen außerhalb der Regelversorgung, die von den Patienten privat bezahlt werden. So meint der Vorstandsvorsitzende weiter: „Wir brauchen von den Zahnärzten mehr Transparenz in der Gesamtversorgung der Patienten, um sie für die Versorgungsforschung nutzbar zu machen“. Er möchte damit erzielen, dass Zahnärzte angeben, welche Füllungsmaterialien und welche Füllungsart angewandt werden. Dadurch könnten letztendlich alle profitieren. In erster Linie die Patienten, dann der Zahnarzt und eben auch die Krankenkassen.

Zahnfüllungen oder Kronen das unterscheidet sich nach Bundesländern

歯科Die Barmer hat rund 17 Millionen Füllungen die in den Jahren 2010 bis 2013 verwendet worden sind genauer betrachtet. Hierbei zeigte sich dass die Zahnfüllungen eine Haltbarkeit von 8,7 bis 10,5 Jahren haben. Bei schwerwiegenden Zahnproblemen hingegen gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Behandlung in den verschiedenen Bundesländern. Zitat Zahnreport 2015 : „So fertigten die Zahnärzte in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mehr als doppelt so viele großflächige Füllungen an wie neue Kronen oder Teilkronen. In Hamburg, Bremen und Berlin hingegen kam weniger als eine Füllung auf eine neue Krone. Studienautor Professor Michael Walter, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, sieht die niedrigere Einkommensstruktur in den neuen Bundesländern als einen möglichen Grund für den verstärkten Einsatz von Zahnfüllungen. Im Gegensatz zu Kronen können die Versicherten sie auch ohne Zuzahlung in Anspruch nehmen.“

Zahnprophylaxe wird nur schleppend in Anspruch genommen

Im Jahre 2013 haben rund 53 % aller Versicherten eine Zahnprophylaxe vornehmen lassen. Auch hier gibt es unterschiede zwischen den Bundesländern, während in Thüringen ca. 63 % die Zähne vorsorglich untersuchen ließen, haben in Bremen lediglich 45 % der Versicherten hierauf zurück gegriffen. Es ist ein wichtiger Bausstein, um die Zähne lange gesund zu halten. Die Zahnvorsorge ist ein wichtiger Bestandteil, der eine Haltbarkeit der Füllungen verlängert. Die Barmer würde sogar darauf Wert legen, dass die Zahnvorsorge bereits mit dem sechsten Lebensmonat ein wichtiger Faktor für die dentale Frühprävention wäre.

Verschenkter Bonus und varriable Zahnarztausgaben

Die gesetzlichen Krankenkassen haben schon seit Jahren ein Bonusheft für die gesetzlich Versicherten. Dies wurde eingeführt um dem Patienten zur Früherkennung von Zahnproblemen zu motivieren. Nur wenige Jedoch nutzen dieses Instrument und verschenken somit Millionen von Euros. Die Kosten für Zahnarztausgaben liegen im Bundesschnitt bei 154 € wobei es hier auch je nach Bundesland unterschiede gibt. Während in Rheinland-Pfalz die Ausgaben durchschnittlich bei 140 € liegen, ist der Spirtzenreiter hier Mecklenburg-Vorpommern mit 169 €

Eine positivere Billanz gibt es derweil bei den Entfernungen von Zähnen. Diese ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Nach den Hochrechnungen der gesamten gesetzlichen Krankenkassen lagen diese in den Jahren 2010 bis 2013 bei rund 6,5 Millionen Versicherten. Hier wurde in den neuen Ländern mehr zur Zange gegriffen als in den alten Ländern. Erstaunlich ist, dass sich im Jahr 2013 jeder vierte Versicherte auf eine Zahnfleischerkrankung hin vorsorglich untersuchen lassen hat. Erfreulich ist jedoch, dass nur ca. 2 % tatsächlich dann eine Behandlung benötigt haben.

Vorsogen und langfristig Risiken absichern

Zahnärztin mit Schild - ZahnzusatzversicherungWie man also dem Zahnreport 2015 entnehmen kann, ist die Bereitschaft Vorsorge zu betreiben zwar vorhanden, jedoch wird diese nur von ca. jedem 2ten genutzt. Klar ist jedoch auch eines, dass die Ergebnisse hierzu heran gezogen werden um künftigen Veränderungen der Kassenleistungen Nährstoff zu geben. Man konnte in den vergangenen 20 Jahren betrachten, wie sich die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung Schritt für Schritt reduziert haben. Fazit : Jeder der in Deutschland der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt, sollte sich rechtzeitig und frühzeitig mit dem Thema Zahnzusatzversicherung beschäftigen. Wie man dem Bericht entnehmen kann, wird in der Regel jeder Patient vom Zahnarzt mit zusätzlichen privaten Kosten in die Behandlung eingebunden. Um den eigenen Geldbeutel langfristig zu schonen macht es Sinn Vorsorge zu treffen. Ein guter Zahnzusatztarif sollte Leistungen für Prophylaxe, Zahnfüllungen und natürlich auch hohe Leistungen für Zahnersatz im Tarifwerk haben.

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Ein Gedanke zu „Zahnfüllungen haben nur kurze Haltbarkeit

  1. Das Thema Vorsorge wird meiner Meinung nach generell sehr stiefmütterlich behandelt. Die Vielfalt an verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten (nicht nur bei Zähnen) in Verbindung mit „Mir gehts ja aktuell gut, ich habe keine Probleme und jetzt gerade keine Zeit“ sorgt dafür, dass man es immer aufschiebt. Und plötzlich war man 5 Jahre nicht beim Arzt.
    Gruß Christian

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