Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?

Wir sind sind jung. Wir sind gesund. Warum also jetzt Gedanken über eine Pflegezusatzversicherung machen? Dazu ist doch noch genug Zeit. Wirklich? Lebt man nach der Devise von Albert Einstein „Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug“, geht es ganz schnell und man steht als Pflegefall vor einem großen finanziellen Problem und nicht selten am Rande des Ruins. Besser fährt man dann doch mit dem Zitat von Marie Curie „Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss“. Und das was getan werden muss, soll mein heutiger Blog einmal beleuchten.

Zu Beginn schauen wir uns am besten erst einmal an, was es heißt, ein Pflegefall zu sein. Welche Abstufungen gibt es und wie werden diese definiert:

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Erheblich Pflegebedürftig
Erfordert mindestens einmal täglich zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Ver- sorgung notwendig sein.
Schwerpflegebedürftig
Dies liegt vor, wenn mind. dreimal täglich zu verschie- denen Tageszeiten Hilfebe- darf in den Bereichen Kör- perpflege, Ernährung oder Mobilität besteht.
Zusätzlich muss mehrfach
in der Woche Hilfe bei
hauswirtschaftlichen Ver- sorgungen benötigt werden.
Schwerstpflegebedürftig
Der Pflegebedarf muss so groß sein, dass jederzeit eine Pflegeperson unmittel- bar erreichbar sein muss. Bei besonderer Härte kann auch die Anerkennung als Härtefall erfolgen.

Welchen Beitrag leistet die gesetzliche Krankenversicherung?

Auf diese Frage kann man hier an dieser Stelle lediglich beispielsweise eingehen. Zu komplex und unterschiedlich sind die Anforderungen an eine Pflege und so verschieden die Varianten. Deshalb möchte ich hier einfach mal drei Fallbeispiele vorstellen, wie sie häufig vorkommen:

Pflegestufe Stufe I Stufe II Stufe III
Art der Pflege Pflege zu Hause durch Angehörige Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst Dauerpflege im Heim bei mittleren Standard
Kosten pro Monat 608,00 € 1.976,00 € 3.100,80 €
Leistungen der GKV 235,00 € 1.540,00 € 1.550,00 €
Pflegelücke pro Monat 373,00 € 436,00 € 1.550,80 €

Durch diese Beispiele wird sehr schnell sichtbar, dass bei einem Pflegebedarf enorme finazielle Mittel in die Hand genommen werden müssen – sofern diese überhaupt vorhanden sind. Schon bei einem Pflegebedürftigen in der Pflegestufe I, bei geringstem Betreuungsaufwand durch einen Angehörigen, ensteht innerhalb eines Monats eine Pflegelücke von 373,00 € im Monat. Von einem Menschen, der schwerst pflegebedürftig ist und die dauerhafte Unterbringung im Heim bei mittlerem Standard notwendig ist, ganz zu schweigen. Also halten wir uns doch lieber an Marie Curie, die uns lehrt, dass wir die Zukunft in die Hand nehmen müssen. Abhilfe und Sicherheit im Bedarfsfall für jeden Einzelnen und seine Angehörigen schafft eine Pflegezusatzversicherung.

Wie viel kostet mich eine Pflegezusatzversicherung?

Dass das Pflegetagegeld, das wir von der gesetzlichen Krankenkasse bekommen nicht ausreicht, haben wir gerade eben beleuchtet. Um also sorgenfrei in’s Alter zu kommen, muss eine Zusatzpflegeversicherung her. Die monatlichen Kosten für eine Pflegetagegeldversicherung will ich hier -der Einfachkeit halber – auch mal an einem Beispiel deutlich machen:

Abzusichern ist also die Pflegelücke, die wir in den verschiedenen Pflegestufen in der oberen Tabelle dargestellt haben. Der Beitrag der zu entrichten ist, staffelt sich nach Einstiegsalter in die verschiedenen Tarife der Pflegeversicherung. Auf Basis der oben ermittelnden Pflegelücke ergeben sich also folgende Monatsbeiträge:

40 Jahre 45 Jahre 50 Jahre 55 Jahre 60 Jahre
Mann ca. 18 € ca. 23 € ca. 30 € ca. 38 € ca. 52 €
Frau ca. 30 € ca. 37 € ca. 48 € ca. 62 € ca. 81 €

Die Tarife einer Pflegetagegeldversicherung sind nach Art der Lebensversicherung aufgebaut. Was so viel heißt, dass man den Beitrag behält, den man bei Abschluss der Versicherung zu entrichten hat. Ohne groß darauf einzugehen, wird sehr gut sichtbar, dass es sich allemal lohnt, sich so früh wie möglich in diesem Bereich abzusichern und so jung wie möglich, einen geeigneten Tarif abzuschließen.
Und nicht nur das Alter ist entscheidend für die Beitragssumme. Auch der Gesundheitszustand ist ein wesentlicher Faktor, den man unbedingt mit beachten muss. Ein junger und gesunder Mensch hat deutlich weniger Beitragssumme zu berappen, als ein Mensch, der schon Vorschädigungen hat. Und wieder sind wir bei Marie Curie angekommen: „Packen wir es jetzt an, so lange es noch gut anzupacken ist“.

Welches ist der beste Tarif für mich?

Auf der Suche nach dem besten Tarif einer Pflegezusatzversicherung, ist es auch hier ratsam, einen Experten mit einem Vergleich zu beauftragen. Die Ausgangslage ist aufgrund von einigen und zum Teil sehr detailierten Gesundheitsfragen im Antrag sehr komplex. Lassen Sie sich zu diesem Thema beraten. Nicht erst, wenn Sie Rentner sind. Denken Sie immer an Marie Curie!

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