Tarife der CSS Zahnzusatzversicherung zg premium, ze plus, ze spezial und ze premium

Die CSS Versicherung AG wurde 2006 mit Sitz in Vaduz (Liechtenstein) gegründet. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Schweizer CSS Versicherungsgruppe und bietet seit 2006 auf dem Deutschen Markt ausschließlich Zusatztarife an. Die CSS selbst wirbt damit, dass ihre Kunden aufgrund dieser besonderen Konstellation eine doppelte Sicherheit haben. Als ein Unternehmen aus Vaduz unterliegen sie der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht und gleichzeitig natürlich auch der deutschen Gesetzgebung. Auf dem Markt der Zahnzusatzversicherungen hat sich die CSS in den letzten Jahren einen Namen gemacht und nimmt bei den Testergebnissen der bekannten Magazine wie Stiftung Warentest & Ökotest regelmäßig einen der vorderen Plätze ein. Ist man also auf der Suche nach einem Tarif, der den immer schwerer zu finanzierenden Zahnersatz absichert, kommt man zumindest nicht drum rum, sich auch mit den Tarifen unserer Nachbarn zu beschäftigen. Welche Vorteile, welche Besonderheiten und welche Leistungen der Zahnzusatztarif beinhaltet, behandeln wir diese Woche in unserem Blog. Auch wollen wir einen kleinen Einblick in unsere Erfahrungswerte geben, die wir auch durch Rückmeldungen unserer Kunden bekommen.

Der Schadensfreiheitsrabatt

Gleich zu Beginn und zum leichteren Verständniss für die folgende Tarifbeschreibungen, wollen wir uns einmal den von der CSS eingeführten Schadensfreiheitrabatt anschauen. Wie bei einer KfZ-Versicherung profitiert man bei der CSS, wenn man die Versicherung nicht in Anspruch nimmt. Steigt man in die Versicherung ein, startet man in der Schadensfreiheitklasse 5. Nutzt man nun im zurückliegenden Jahr den Tarif nicht, steigt man eine Stufe nach oben. In der Schadensfreiheitsklasse 6, zahlt man dann nur noch 95% des eigentlichen monatlichen Beitrags. So kann man sich bis in die Schadensfreiheitsklasse 10 „hocharbeiten“ und bezahlt dort lediglich noch 75% des Monatsbeitrages. Reicht man allerdings eine Rechnung ein, ruscht man wieder vier ganze Stufen nach unten. Bezahlen muss man allerdings nie mehr als 100%

Schadenfreiheitsklasse Beitragssatz in % des Grundbetrags
SFK 0 100%
SFK 1 100%
SFK 2 100%
SFK 3 100%
SFK 4 100%
SFK 5 100%
SFK 6 95%
SFK 7 90%
SFK 8 85%
SFK 9 80%
SFK 10 75%

Um in der Schadenfreiheitsklasse eine Stufe nach oben zu springen, darf man allerdings nichts, aber auch gar nichts einreichen. Nicht einmal eine Rechnung zur Zahnreinigung. Wie sinnvoll es dann noch ist, einen Tarif abzuschließen, ist eben die Frage.

Die Tarife

Seit der UNISEX-UMSTELLUNG zum 21.12.2012 heißen die Tarife der CSS anders und hören nun auf die Namen:

  • CSS.privat ambulant zg premium + ze premium
  • CSS.privat ambulant zg premium + ze spezial
  • CSS.privat ambulant zg premium + ze plus

Die Kürzel „zg“ und „ze“ stehen jeweils für die Bezeichung Zahngesundheit sowie Zahnersatz. Der Bereich Zahngesundheit beinhaltet die Leistungen profesionelle Zahnreingung, Kunststoffüllungen sowie die Wurzelbehandlung. Der Baustein Zahnersatz enthält, wie der Name schon sagt, alle Leistungen, die den Zahnersatz betreffen. Also Brücken, Kronen, Imlantate, Inlays und Onlays.
Die Abstufung Premium, Spezial und Plus geben den Leistungsumfang der einzelnen Tarifvarianten wieder. Während die Leistungen im Baustein Zahngesundheit jeweils mit 100% Erstattung für die Zahnreinigung, die Kunststofffüllungen und die Wurzelbehandlung in allen drei Varianten identisch ist, unterscheiden sie sich beim Zahnersatz wie folgt:

Tarifvariante

Erstattungshöhe

ze premium 80% – 90%
ze spezial 70% – 95%
ze plus 30% – 40% des Rechnungsbetrages
max. 80% inkl. Leistungen der GKV

Der ze Premium

Wie der Name schon sagt, dreht es sich bei dieser Variante um den Premiumtarif der CSS. Eine Erstattungshöhe von bis zu 80% (ohne lückenlos geführtes Bonusheft) ist garantiert. Durch das führen eines Bonusheftes von 5 Jahren ohne Lücke kommt man auf eine Erstattung von 85%. Führt man sein Bonusheft ganze 10 Jahre lückenlos, kann man beim Zahnersatz mit einer Erstattung von bis zu 90% rechnen.

Der ze Spezial

Der ze Spezial hat eine kleine Besonderheit. Zusätzlich zu der Möglichkeit, durch nicht einreichen von Rechnungen und das Springen in eine andere Schadensfreiheitsklasse, weniger Monatsbeitrag zu bezahlen, kann man hier auch noch die Erstattungshöhe nach oben schrauben. Hier ist also nicht vom Bonusheft abhängig, ob man 70% oder 95% (SFK 10) erstattet bekommt, sondern hier kommt es darauf an, in welcher Schadensfreiheitsklasse man sich befindet.
Weitere Besonderheiten des ze Plus:

  • Die Leistungen für ein Inlay sind auf 500 EUR pro Inlay begrenzt
  • Zähne, die innerhalb 12 Monaten vor Versicherungsbeginn eine Füllung erhalten haben, sind für den Zeitraum von 3 Jahren vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Der ze Plus

Beim ze Plus handelt es sich um die schwächste Tarifvariante. Bekommt man beim ze Premium noch 80% – 90% erstattet, sind es hier lediglich noch 30% – 40%, was wieder vom Bonusheft abhängig ist. Leider sinkt der monatliche Beitrag nicht linear zur Erstattungshöhe. Bei einer 30-jährigen Person, zahlt man für den ze Plus 25,42 EUR im Monat. Dem gegenüber steht ein Monatsbeitrag von glatt 36 EUR für den ze Premium. 11 EUR, die zwar einen kleinen Unterschied machen aber noch mehr von nutzen sind, wenn erst einmal der Fall eintritt, dass Sie teuren Zahnersatz benötigen. Bei einer Rechnungssumme von 2.000 EUR sprechen wir immerhin von einer Differenz von 1.000 EUR. Die 11 EUR im Monat sind also durchaus gut angelegt. (Monatsbeiträge Stand 01.2013)

Beitragshöhe

Die Beiträge der CSS Versicherung für die Tarife ze Premium, ze Spezial und ze Plus sind im Marktvergleich etwas höher, als die der Konkurenz. Dafür bekommt man eben aber auch einen Leistungsumfang, den andere Tarife mitunter nicht bieten. So verzichtet die CSS komplett auf eine Zahnstaffel in den ersten Versicherungsjahren. Sprich, der Versicherte hat gleich zu Beginn eine unbegrenzte Deckungssumme zur Verfügung. Das lassen sich die Schweizer natürlich auch bezahlen. Ein weiterer Pluspunkt, welcher dann eben auch für den etwas höheren Beitrag mit verantwortlich ist, ist, dass die CSS keine Begrenzung für die Zahnreinigung vorsieht. Diese kann man gut und gerne drei oder auch vier mal im Jahr machen lassen. Ein weiterer Faktor: Die CSS hat nicht wie andere Gesellschaften einen Leistungskatalog, der einzelne Leistungen einer Behandlung in der Leistungshöhe begrenzt.
Bei diesen Tarifen handelt es sich auf dem jeweiligen Sektor um absolute Premiumprodukte. Und Qualität hat eben ihren Preis.

Kundenmeinungen

Aus unserer tgl. Arbeit ist zur CSS Versicherung im Zahnzusatzbereich eigentlich nur positives zu berichten. Was die Leistungen angeht, gibt es bis hier hin eigentlich keine nennenswerten Beschwerden zur CSS. Einzig die stetigen außerordentlichen Beitragserhöhungen in den letzten Jahren, haben mitunter etwas Unmut unter der Versicherten hervorgerufen. Hauptsächlich lag dies darin gebgründet, dass die CSS beim Start auf dem Deutschen Markt förmlich überrant wurde. Doppelt so viele Leute, wie gedacht, haben bei der CSS abgeschlossen. Diese wiedrum haben doppelt so viele Rechnungen eingereicht, als kalkuliert wurde. Hier und im Zuge von Anpassungen in der Gebührenordnung der Zahnärzte (die alle Gesellschaften machen mussten) liegen die Beitragsanpassungen in den letzten Jahren begründet. Dies sollte aber in der Zwischenzeit ausbalanciert sein.

Fazit

Wer eine gute, leistungsstarke Gesellschaft, mit einem Toptarif sucht und auch gerne bereit ist, für Qualität etwas mehr auszugeben, der ist bei der CSS genau richtig. Hier werden die wenigsten Kompromisse gemacht, was den Versicherten zugute kommt.
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